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Was macht eigentlich guten Mate Tee aus?

Bio yerba Mate Tee grüne Mateblätter lose von caamate
bio mate tee yerba mate lose von caamate

Unsere Begeisterung für Yerba Mate hat uns tief in die Materie geführt. Auf der Suche nach Mate Tee, der unseren Ansprüchen genügt, sind wir auf dem deutschen Markt leider nicht fündig geworden. Nach mehreren Jahren Recherche und Reisen durch die Hauptanbaugebiete Südamerikas, konnten wir letztendlich Mate finden die unseren Ansprüchen mehr als genügt. Unsere Erfahrungen möchten wir gern mit euch teilen, da wir Mate lieben und der Meinung sind das viel zu wenig Menschen gute Yerba Mate kennen.

Es gibt unzählige Matesorten, losen Mate Tee, Mate Tee in Teebeuteln und Matetee in in Teemischungen.

Die Blätter, die dafür verwendet werden, wachsen immer am Matebaum, dem Ilex Paraguariensis.

Ein immergrüner Baum, der im Atlantischen Regenwald wächst und seit Jahrhunderten die Menschen mit seinen wertvollen Blättern versorgt.

Heutzutage kommen die meisten Mateblätter allerdings aus gepflanzten Monokulturen, riesige Felder, mit auf etwa 1,50-2,50 gestutzten Bäumen, um die Ernte zu erleichtern. Bei jeder Ernte werden etwa 60-70% der Mateblätter geerntet, dann kurz erhitzt, um die Fermentation zu stoppen und als nächsten Schritt getrocknet.

Der Anbau und die weitere Verarbeitung sind die elementaren Prozesse, welche die Qualität des Matetee beeinflussen.

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Der Anbau: Matebäume aus Monokulturen sind den ganzen Tag direkter UV-Strahlung ausgesetzt, um sich dagegen zu schützen, entwickeln sie in den Blättern mehr Säure und Koffein. Viele Menschen in Südamerika klagen über Magenprobleme und Sodbrennen vom Matetee, die Ursache ist meist der Säuregehalt. Darüberhinaus werden diese Felder, wenn nicht aus organischem Anbau, mit „Pflanzenschutzmitteln“ ,Pestiziden, besprüht. Diese Mittel töten nicht nur die „unerwünschten“ Pflanzen und Tiere, sie werden auch ins Grundwasser gespült und verunreinigen die Trinkwasserquellen der dort lebenden Menschen. Darüberhinaus bleiben Rückstände an den Blättern haften und landen in den Mateaufgüssen. Ökotest hat 2017 einen Artikel zu Matetee veröffentlicht, in dem fast alle Matesorten aufgrund von erhöhter Belastungswerte, als nicht verkaufsfähig eingestuft wurden.

Wer also seinem Körper nicht unbedingt Pestizide zuführen möchte kauft Mate aus biologischem Anbau. Die Bäume werden vor der Ernte von Hand frei geschnitten und kommen nicht in Kontakt mit Pflanzenschutzmitteln. Wer darüberhinaus auch noch darauf achten möchte seinen Körper nicht zu übersäuern, kauft Mate aus Mischkultur, hierbei wachsen die Matebäume im Schatten anderer Baumarten. Der Säuregehalt dieser Blätter ist geringer, die Aufgüsse sind nicht so bitter und der Gehalt an Antioxidantien ist höher. Wer noch einen drauf setzen will, kauft Mateblätter von Bäumen die nur alle 2 Jahre geerntet werden. In diesen Blättern, stecken noch mehr Antioxidantien, als in jungen Matebättern.

Fazit: Guter Mate Tee stammt aus Mischkultur, die Matebäume wachsen im Schatten, sind bio zertifiziert und werden nur alle 2 Jahre geerntet

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Natürlicher Matewald, der Ursprung von caámate.
YERBAL DE LAS MARIAS
FOTO SIXTO FARIÑA
Matemonokultur, so wird Mate normalerweise Angebaut.

Die Verarbeitung und Lagerung von Mate-Tee: Um die Fermentation in den Mateblättern zu stoppen, werden sie innerhalb von 24 Stunden nach der Ernte, für etwa 30 Sekunden, mindestens 100 Grad heißer Luft ausgesetzt. Meist laufen die Blätter jedoch direkt über eine Flamme, die Schadstoffe aus dem Verbrennungsprozess, setzen sich an den Blättern fest und werden erst wieder mit dem Mateaufguss abgegeben. Nach diesem ersten Trocknungsschritt, kommt der 2. die Mateteeblätter rotieren in einer Metalltrommel, durch die heiße Luft strömt, auch diese enthält oft Schadstoffe aus dem Verbrennungsprozess. Das sind meist PAK, Anthrachinone und Schwermetalle, die zumindest im Verdacht stehen, Krebserregend zu sein.

Es gibt moderne Trocknungsmethoden (Lufttrocknung), bei denen die Mateblätter nicht in Kontakt mit Rauch kommen und gleichmäßig erhitzt werden, so dass keine Schadstoffe entstehen.

Die Lagerung: Mate Tee kann man gleich nach der Trocknung aufgießen, das ist unserer Meinung nach auch die gesündeste Variante, da der Gehalt an Antioxidantien dann am höchsten ist. Wenn man Mate aus geschmacklichen Vorlieben lieber gelagert/gereift trinkt, dann sollte man darauf achten, dass der Reifeprozess nicht künstlich erzeugt wurde. Das schadet dem Geschmack und verringert die Nährstoffdichte.

Fazit: Gesunder Matetee wird schonend luftgetrocknet und es gilt, umso frischer umso gesünder. Gelagerter Matetee sollte, natürlich gereift sein.

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Moderne Lufttrocknung, Rauch kommt nicht in Kontakt mit den Mateblättern.
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Moderne Rauchtrocknung, Rauch zieht durch den Matetee.

Verpackung: Mate wird oft in Tüten verkauft, die außen aus Papier und innen aus Kunststoff sind, es gibt auch Tüten, die außen aus Aluminium und innen aus Kunststoff sind. Mal abgesehen davon, dass geringe Mengen Weichmacher an Lebensmittel abgegeben werden und dann unserem Körper schaden, schaden solche Tüten in jedem Fall unserer Umwelt und somit auch uns und unseren Nachkommen. Daher sollte Mate Tee immer in Papiertüten verpackt sein. 

Der Schnitt und die Mischung: Ob man gern Mateblätter pur aufgießt, Mateblätter gemischt mit Mateaststückchen und Mateblattpulver, oder gar Matepulver pur, ist reine Geschmackssache. Mateblätter sind teurer als Mateaststückchen, daher sind die verschiedenen Matetees unterschiedlich teuer, die Qualität ist aber die selbe. Vielmehr kommt es auf die Anwendung an, wer auch gern mit Mate kocht, die Blätter als belebenden Bestandteil für Smoothies nutzt oder damit Kekse bäckt, der sollte lieber Mateblätter pur oder Mateblattpulver nehmen. Wer dagegen Mate als Tee oder traditionellen Mateaufguss genießen möchte greift zur Erva oder Yerba Mate. 

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Damit nicht noch mehr Plastik im Meer und unseren Adern landet. 100% Papier !

Zusammenfassung:  Aus Mate-Tee kann man wundervoll gesunde und belebende Aufgüsse herstellen, dabei sind jedoch folgende Punkte zu beachten.

Der beste Mate-Tee:

  • stammt aus Mischkulturen 
  • bio zertifiziert und fair gehandelt 
  • schonend luftgetrocknet, möglichst frisch, unverarbeitet und in Papiertüten verpackt.

 

Unsere Empfehlung: Erva Mate und Mateblätter von caámate.

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