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Die Initiative MehrWaldSteuer – Wachstum mit Mehrwert.

Neben unserer Begeisterung für die Mate Kultur und die Wirkung frischer Mateaufgüsse, gab es noch einen anderen entscheidenden Faktor, der uns dazu  motiviert hat, fair gehandelten Bio Mate Tee in Europa anzubieten. Mit dem Vertrieb von Mate den atlantischen Regenwald zu schützen und wieder wachsen zu lassen. Den Wald als einen Waldgarten zu nutzen, so naturnah wie möglich und in Abstimmung mit allen Beteiligten.  

Nach mehreren Jahren intensiver Arbeit, haben wir weitere Erkenntnisse gewonnen und noch bessere Möglichkeiten gefunden den Wald noch schonender zu nutzen und arbeiten dazu seit diesem Jahr mit einer Initiative in Uruguay zusammen. Doch all das braucht so viel Zeit und die haben wir nicht mehr. Bei unseren Reisen durch die Gebiete des „ehemaligen“ atlantischen Regenwalds, von dem nur noch ca. 7-10% als eine Art Flickenteppich existieren, haben wir einen Eindruck davon bekommen, wie der Amazonas Regenwald in weinigen Jahren aussehen kann, wenn wir als Weltgemeinschaft nicht sofort handeln. Es gibt einige Organisationen und nachhaltige Unternehmen die daran arbeiten Wälder zu schützen und wieder entstehen zu lassen, doch bei aller Wertschätzung, all das ist viel zu wenig.

Wir brauchen staatliche Lösungen, Regierungen die den Ernst der Lage erkennen, die erkennen, dass es jetzt viel günstiger ist Wald zu schützen, als in einigen Jahren all die Wälder neu pflanzen zu lassen. Die Regenwälder  sind über Jahrtausende entstanden, dienen als Lebensraum und Nahrungsquelle für Menschen und Tiere, als riesiger Kohlenstoffspeicher und regulieren den Wasserhaushalt und die Temperatur auf unserer Erde. All das können wir nicht so einfach wieder herstellen. Seit 1990 haben wir eine Fläche an Regenwald verloren so groß wie Spanien, Frankreich, Portugal, Italien, Großbritannien, Deutschland, Belgien und die Niederlande zusammen, und es werden jeden Tag mehr.

Als nun Anfang Juli das neue Konjunkturpaket beschlossen wurde, waren wir zu enttäuscht, von der Kurzsichtigkeit dieser Maßnahmen und von der Klimaveränderung in unserer Politik. Klimaschutz spielt darin nur eine Rolle, solange es direktes Wirtschaftswachstum mit altbekannten Mustern fördert. Besonders die 20 Mrd. teure Senkung der Mehrwertsteuer war für uns ein Rätsel,  das es für nun unternehmerisch zu lösen gab. 

Wir haben jetzt schon faire Preise, niemand wird eine Packung mehr Matetee kaufen weil sie einige Cent günstiger ist, aber viele Milliarden Cent zusammen können einen wahren Mehrwert für alle schaffen, nämlich mehr Wald und weniger Klimawandel. 

Unsere Antwort heißt MehrWaldSteuer. Lasst uns die Mehrwertsteuersenkung in den Klimaschutz stecken, jetzt und und alle zusammen. 

Wir lassen alle Preise gleich und so fair wie sie sind und geben den Betrag der Mehrwertsteuersenkung 1 zu 1 an die Initiative MehrWaldSteuer. Damit werden dann Wälder geschützt und die Welt wieder bewaldet. Darüberhinaus ist das Ziel der Initiative, eine politische Lösung für den Waldschutz der Wälder der Welt. Ob das am Ende eine tatsächliche MehrWaldSteuer sein wird, ein paar Prozente des BIP oder oder etwas ganz anderes, das muss mit allen daran beteiligten Akteuren geklärt werden. Doch bis es soweit ist, rufen wir alle Unternehmen und Menschen dazu auf die Initiative zu unterstützen, sie mitzutragen, zu gestalten und gemeinsam zum Erfolg zu führen. 

Denn es gibt jetzt schon Millionen Menschen die unter dem Klimawandel leiden, Millionen Menschen, die vor den Folgen fliehen und vertrieben werden.

Wir rufen alle Menschen und Unternehmen dazu auf die MehrWaldSteuer zu unterstützen, sie soll weiterleben, auch nach dem 31.12.2020. Als eine Steuer die wir alle gerne zahlen.

Mehr Informationen dazu findet Ihr unter mehrwaldsteuer.de

 

 

 

Monokultur Brasilien
Vor ein paar Jahren noch ein Dorf im Wald, jetzt Ruinen und ein Friedhof im Sojameer.
Aus Monokultur wird regenwald
Vor 20 Jahren noch eine Monokultur, jetzt ein lebendiger junger Regenwald.
Dieser Beitrag hat 4 Kommentare
  1. Sehr schöner kritischer Artikel und eine tolle Lösung von euch. Ich wäre generell dafür das Umweltschädliche Produkt wie z.b. Kaffee im ToGo Becher als Ausgleich eine solche Steuer enthalten sollten. Mann kann die Leidenschaft in euren Produkten echt Spüren und auch schmecken. Macht weiter so!

    1. Hi Tobi,
      danke für deinen Kommentar.
      Ja, es ist leider so, dass eigentlich in fast jedem Produkt „Baum“ direkt drin steckt oder für die Rohstoffgewinnung Bäume gefällt wurden.
      Der Wert gesunder Wälder, für eine gesunde Welt, ist leider nicht so vielen klar und wir verlieren jeden Tag mehr davon. Das sind Bäume und Ökosysteme die wir nicht von heute auf morgen wieder herstellen können, darum müssen wir sie schnell schützen. Diesen Schutz können wir nicht einzelnen Ländern überlassen, wir müssen es schaffen die Wälder als Weltgemeinschaft zu schützen.
      Wie auch immer, schön dass du so gern Mate trinkst und unsere Leidenschaft für diese Kultur und unsere Produkte bei dir angekommen ist. Wir haben auch noch weitreichende Ideen mit denen wir mit der Verbreitung der Matekultur Wälder wieder wachsen lassen können.
      Viele schöne Mate und liebe Grüße,
      Jared

  2. Alles schön und gut, doch was ist mit den Menschen? Es gibt in diesem Text keine Erwähnung der Menschen, die den Wald direkt brauchen und ihn schützen. Ohne die Ameríndios würde es die Artenvielfalt im Regenwald nicht geben und jetzt werden sie offensichtlich beim Schutz des Waldes außen vor gelassen. Oder irre ich mich?

    1. Hallo Joice,

      danke für deinen Kommentar, so ganz unerwähnt sind die Menschen doch gar nicht geblieben.
      Aber sicher vielleicht ein bisschen zu kurz gekommen, aber nur in dem Text nicht in unseren Überlegungen darüber. Die Menschen, die seit Jahrhunderten mit und in dem Wald leben, sollen das doch gerne auch weiter tun, sie haben ja bewiesen dass sie es besser können als wir. Aber wenn der Wald abgebrannt ist, dann haben auch die Ameríndios auch nichts mehr, sie haben auch kein Druckmittel, keine Macht um sich zu wehren und werden immer weiter verdrängt oder vertrieben. Wer versucht sich zu wehren, wird bedroht, ermordet oder verschwindet einfach. Wem es nicht um Umweltschutz geht, dem geht es vielleicht um Menschenrechte?! Es gibt dazu so viele Berichte und Informationen, leicht zugänglich für alle von uns, niemand kann behaupten nichts davon zu wissen. Einen kleinen Schritt können wir alle gehen, in dem wir den Konsum tierischer Produkte einstellen oder reduzieren, einen weiteren in dem wie die Initiative MehrWaldSteuer oder andere Initiativen zum Schutz bedrohter Lebensräume unterstützen.

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